Ich Werner, 29 Jahre alt, bin verheiratet, und wir haben 2 Kinder Simeon 2½ Jahre und Elena 5 Monate alt. Von Beruf Landwirt, bewirtschaften mein Vater und ich einen Milchviehbetrieb mit Bullenmast. Aufgewachsen in einem kleinen Dörfchen (ca. 250 Bewohner) mit noch 3 Geschwistern, wurden wir in der katholischen Tradition erzogen. Sehr früh schon als Kind mußte ich feststellen, das ich die Gebote Gottes alleine unmöglich halten konnte, das äußerte sich dann so dass ich nach der Beichte dachte, jetzt bin ich frei von Sünden, versuchte krampfhaft nicht mehr zu sündigen, und mußte nach kurzer Zeit enttäuscht kapitulieren. Auch als Meßdiener vor dem Hochaltar war ich Gott nicht näher als die übrigen Kirchenbesucher. Später in der Pubertät, (meine Mutter sagte: "im flegelhaften Alter") lag ich abends oft wach im Bett und dachte darüber nach, was denn nach dem Tod käme? Meine Gedanken stießen immer auf eine weite dunkle Leere, die mir Angst machte. Als ich dann meine jetzige Frau Petra kennenlernte merkte ich bald, daß ich die Anforderungen die meine Partnerin an mich hatte, nicht erfüllen konnte. Nach 7 gemeinsamen Jahren, einem Haus im Rohbau und Generationskonflikte, zerbrach unsere Beziehung. So trennten sich unsere Wege und trotz meiner Bemühungen konnte ich die Beziehung nicht mehr retten. Somit suchte ich Hilfe bei Menschen. Zur großen Enttäuschung auch bei Menschen die oft mehrmals wöchentlich in die Kirche gingen. Ich dachte gerade sie könnten mir eine Lösung für mein Problem bieten, bei diesem Gespräch kam Gott überhaupt nicht zur Sprache und außer gutgemeinten Ratschlägen ging ich wieder leer nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt betete ich bereits zu Gott und flehte um seine Hilfe. Dazu einen Bibelvers aus Jeremia 29,14: "Und sucht ihr mich, so werdet ihr finden, ja fragt mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen: spricht der HERR." Ich Petra bin 27 Jahre alt und wuchs als "Nesthäkchen" mit meinen zwei Schwestern auf unserem elterlichen Bauernhof, in einem kleinen Dorf auf. Mein Leben rückblickend gesehen könnte man auch mit den Bibelversen aus dem Buch der Prediger 1,1-11 beschreiben, dazu ein Ausschnitt daraus: "Und es gibt gar nichts neues unter der Sonne." Durch die gesundheitlichen Probleme meines Vaters mußten wir drei Mädels schon früh mitarbeiten. "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen..." war unser Motto. Für Gott hatten wir wenig Zeit. Unser katholisches Glaubensleben beschränkte sich auf wenige Kirchgänge im Jahr. Die katholische Kirche war für mich oft "wie tote Mauern", ein Theater in dem ich meinen Text sagte und weiter spielte. Gott spielte nicht die entscheidende Rolle in meinem Leben. Er war eben nur ein Taschentuch, das zwar in der Hose steckte, aber nie benutzt wurde. Ab dem 13. Lebensjahr füllte ich statt dessen mein Leben (bei Nacht) aus durch Partys, Disco, Fun & Action, schrille, harte Musik, Abtanzen war angesagt, einfach die Masken fallen lassen, nur das Extreme schien mir gut genug zu sein. Dabei riskierte ich das Vertrauen meiner Eltern, da ich bei Nacht oft ohne ihr Wissen davonschlich. Schwachheit - ließ ich nicht zu. G o t t ?.....N E I N...?.!... Das hatte noch Zeit. Jung und neugierig auf das Leben, war ich auf der Suche nach Geborgenheit, Zufriedenheit und "wahrer Liebe". Einige Jahre später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und wußte: "Diesen oder Keinen". Nach 7 gemeinsamen Jahren mit ihm und seinen Eltern, einem Haus im Rohbau und Generationskonflikten, zerbrach unsere Beziehung, meine Zukunft, mein Ziel - jetzt endgültig. Ganz und gar versprach ich mich meinen Pferden und einem sogenannten "Pferdeflüsterer". Seine Art zu leben und die scheinbar heile Welt zogen mich an. Er redete vom "Zurück zum Ursprung", bei dem die Pferde Mittler zwischen Himmel/Erde und Gott/Menschen war. Was ist der Sinn des Lebens? Was ist Glück? Und was ist, wenn ich morgen sterbe? Doch durfte ich erkennen: "Das Glück liegt nicht auf dem Rücken der Pferde !" Unser gemeinsamer Weg: Gott tut Wunder! 6 Monate später waren wir wieder beisammen. Petra wurde kurze Zeit später schwanger, wir heirateten und dachten, wir werden es nie wieder so weit kommen lassen, daß wir uns trennen. Doch wir merkten bald, daß alles wieder in den gleichen Schwierigkeiten endete, so daß uns sehr oft Angst und Bange wurde vor dem nächsten Morgen. Da nützte auch kein tolles Haus, Erfolg im Beruf, Besitz oder Umgang mit Pferden; nein - etwas Entscheidendes fehlte in unserem Leben! Doch eines Sonntagnachmittags, wir gingen in Memmingen durch die Fußgängerzone und kamen an einem Stand vorbei, an dem uns eine junge Frau (Claudia) von ihrem Leben erzählte. Die Geschichte, wie sie zu Gott und zum Herrn Jesus gefunden hat, bewegte uns sehr. Anhand eines Bildes, "Dem wichtigsten Bild der Welt", erklärte sie uns die zwei Wege, die ein Mensch auf dieser Erde gehen kann. Dazu ein Bibelvers aus Matthäus 7 Vers 13: "Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg der ins Verderben führt und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt und wenige sind die ihn finden." Eine Woche später besuchten wir den Gottesdienst der Christlichen Gemeinde in Memmingen. Man erzählte uns von einem Leben mit Jesus, aber uns war das alles zu beengend. Es verging ein halbes Jahr, da bekamen wir Post von Claudia. Sie schickte uns eine Einladung zu einem Glaubensgrundkurs nach Aichstetten, auf den wir dann doch neugierig geworden sind und zusagten. An 12 Abenden bekamen wir das "theoretische Wissen" von Gottes Gnade, wie ein Mensch zu Gott kommen kann und wie man eine lebendige Beziehung zu IHM haben kann. Werner: Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wenig Probleme mit meinem Leben und dachte ich könnte mein Lebensschiff mit eigener Kraft sicher ans Ziel bringen. Kurze Zeit später hatte ich Nachts einen Traum: Ich lag im Bett und hörte jemand die Treppe hochkommen. Er blieb vor der angelehnten Tür stehen und wollte mich mitnehmen, denn ich war gestorben. Früher dachte ich, ich bin doch besser wie die anderen, die morden und stehlen, aber durch den Glaubensgrundkurs wußte ich jetzt, daß die Sünde uns von Gott trennt. Wenn ich jetzt vor Gottes Gericht komme werde ich nicht bestehen können, da ich auch ein Sünder bin. Das alles machte mir sehr große Angst und ich war froh, daß es nur ein Traum war. Zu dieser Zeit las ich das Buch "Das ist eine gute Frage", bei dem mir ganz klar wurde, daß es einer Entscheidung für Gott bedarf. Halb gelesen legte ich dieses Buch beiseite und wußte, wenn ich das zu Ende lese, dann muß ich mich entscheiden und das wollte ich noch nicht. Doch meine Eheprobleme und Generationskonflikte nahmen zu und ich manövrierte mich in eine ausweglose Lage. Im April 2000 hatte ich mit Petra einen Streit. Nachdem sie wegfuhr und ich nicht wußte ob sie noch zurückkäme, zu dieser Stunde sollte ich schon längst auf einer Baumaßnahme unseres Betriebes mithelfen, Simeon lag weinend im Bett und dazu hatte ich noch Ärger mit meinem Vater. Da sah ich keinen Ausweg mehr und ging im Hausflur auf die Knie. Ich bat Gott, daß doch bitte ER jetzt mein Leben in SEINE Hände nehmen soll, da doch alles was ich unternahm zerbrach. Kurze Zeit später bat ich Gott um Vergebung meiner Sünden und nahm so SEINE Gnade an, dass Jesus stellvertretend für meine Sünden gestorben ist. Somit nahm ich Jesus in mein Leben auf und ER versprach mir durch sein Wort "Ewiges Leben". Dazu ein Bibelvers aus Johannes 3 Vers 16: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat." Seit diesem Tag merkte ich dass sich mein Leben veränderte, ich bekam ein sehr feinfühliges Gewissen für das was Sünde in meinem Leben ist und ich durfte auch viele schlechte Angewohnheiten ablegen, die mir früher immer eine Last waren. Petra: Bis hierhin war mein Rucksack schwer zu tragen - bis Jesus in mein Leben trat. Durch den Glaubensgrundkurs erhielt ich das theoretische Wissen, fing an zu forschen, zu prüfen und las in der Bibel. Doch versuchte ich aus eigener Kraft eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Ich betete zu Gott um Hilfe, sein Angebot "Jesus", sein Geschenk an mich. Jesus stellt sich mir vor, sein Leben, sein Tod am Kreuz. Warum fragte ich mich. Für mich? Allmählich verstand ich, Jesus hat stellvertretend die Strafe für meine Sünden auf sich genommen, sein Leiden am Kreuz war auch meine Schuld ! Meine Schuld: ..weil ich mich durch meine Sünden vor Gott schuldig machte und wer schuldig gesprochen wird, muß seine gerechte Strafe erhalten. Nun, meine Strafe ist zu hoch, daß ich sie bezahlen könnte. "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod." Römer 6 Vers 23 Ja, so nahm ich Gottes Vergebung im Glauben an Jesus Christus an. Doch ich schmiedete mir meinen eigenen Fahrplan und nach einigen heftigen Stürmen auf den Weltmeeren strandete ich wieder und so mußte ich erkennen dass ich nur ans Ziel komme, wenn Jesus zu 100 % mein Steuermann ist, so gab ich mein ganzes Leben in seine Hand. Jesus schenkte mir neues, ewiges Leben, eine immerwährende Beziehung zu Gott bis über den Tod hinaus. Ich bin errettet, er hat's mir versprochen! Dem Tod kann ich heute ins Auge sehen. Die Bibel ist der Wegweiser und einzig wahrer Maßstab für mich geworden! "Denn aus Gnade seid ihr errettet, aus Glauben, und das nicht aus euch selbst, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit sich niemand rühme." Epheser 2 Vers 8-9 Werner und Petra