Josua
Mein Name ist Josua und ich bin 19 Jahre alt. Meine Mama und Papa waren gläubig als ich noch nicht auf der Welt war und sie sind es jetzt auch noch, worüber ich sehr dankbar und froh sein kann. Ich bin also schon christlich erzogen worden und hab auch die Vorzüge eines solchen Lebens genossen, damals waren vielleicht auch Nachteile dabei. Aber aus heutiger Sicht bin ich froh, dass es so war.
Ich hörte also schon früh davon, dass Gott die Welt geschaffen hatte und dass es einen Himmel und eine Hölle gibt und dass es auch einen Weg gibt nicht in die Hölle zu kommen, nämlich Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist. Für mich war klipp und klar, dass das die einzige Möglichkeit ist warum und wieso wir hier auf der Erde leben, aber für mich war das irgendwie nicht der Sinn des Lebens. Es war mir schon klar dass man sich bekehren muss um nicht in die Hölle zu kommen und dass es auch Gottes Wille ist nach seinen Geboten und Prinzipien zu leben, aber ich wollte mir einfach keine großen Gedanken über das machen. Ich spielte halt Fußball, ärgerte die Nachbarn, ging in die Schule wie jedes andere Kind auch. Aber Sonntags ging ich sogar noch in die "Kirche" (Gemeinde) und hörte mir dann ab meinem 13. Lebensjahr Predigten an die bis zu einer dreiviertel Stunde lang gingen.
Bis es dann mal zu einer Predigt kam, die mir und auch schon manchen anderen Angst machte. Es ging damals um Endzeit und ich machte mir dann schon Gedanken ob ich errettet bin oder nicht. Ich hatte bis dahin noch keine aufrichtige Entscheidung für Jesus getroffen geschweige denn, versucht so zu leben wie er es will in allen Lebensbereichen, nicht nur in Gemeinde, Jungschar und Jugendstunde. Ich machte mir dann aber weiter nicht mehr so viele Gedanken über das Thema, weil der Alltag mich einfing und das klappte ja auch so ganz gut. Ich hab schon immer gern Actionfilme angeschaut und schaue sie mir auch heute noch gern an. Auf jeden Fall hab ich mal einen angeschaut und zwar: "Auf der Jagd". In diesem Film kommt eine Person um obwohl man es gar nicht erwartet, sie wird mitten in dem Film erschossen. Ich hab damals richtig Angst bekommen. Mir kam das alles noch mal hoch, ob ich errettet bin oder nicht wenn ich jetzt sterben würde und bekam eben richtig Angst. Ich hab dann an diesem Abend mein Leben Jesus übergeben, indem ich zu ihm betete und ihn bat die Führung in meinem Leben zu übernehmen. Ich bin dann erleichtert gewesen und war mir auch gewiss, dass ich in den Himmel kommen werde.
"Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht."(1. Johannes 5,11-12)
Aber was mein Leben anging war ich genauso "schlecht" wie vorher. Ich hab immer noch Nachbarn geärgert, Fußball gespielt und bin in die Schule gegangen. Ich bin zwar in die Jugendstunde gegangen und hab dort auch mitgemacht, aber immer nur so "nebenher". Ich hab nie richtig mit jemand aus der Jugend über meinen Glauben geredet obwohl ich eigentlich jederzeit die Gelegenheit dazu gehabt hätte. Was mich auch geplagt hat, war die Zweiseitigkeit in meinem Leben: Auf der einen Seite wollte ich schon zur Gemeinde gehören und auch dabei sein und auf der anderen Seite, wenn es dann drum ging dass ich mich „outen" sollte hab ich immer wieder mehr einen Rückzieher gemacht. Wenn einer gefragt hat: "Woher kennst du die oder den?", sagte ich immer nur: "Aus der Jugend." Auf die Frage von der Person: "Und was macht ihr da so?", sagte ich dann: "Fußball spielen, rumhängen..."
In den letzten zwei bis drei Monaten habe ich aber einiges erlebt was mich zum Nachdenken brachte. Das waren verschiedene Gespräche, Monologe von Personen, Situationen, Berufswahl hängt da auch irgendwie mit drin und auch zum Teil Sachen die mir selbst aufgefallen sind. Ich hab mich deshalb entschlossen dem Herrn Jesus ganz nachzufolgen und ihm zu dienen, weil das der einzige Sinn von meinem Leben ist. Der erste Gehorsamsschritt (Jesus gegenüber) den ich danach machte, war, mich im November 2003 taufen lassen. Ich bin froh, dass ich Jesus persönlich kennen lernen durfte und ihn als Retter angenommen habe und ich wünsche jedem der auf der Suche nach dem wahren Leben ist, dass er es in Jesus findet, denn er lässt sich finden.
"Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan." (Matthäus 7,7-8)
Josua